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Fly-Up Modell für Spotpreise
Extreme Spreissprünge an Börsenplätzen

Ursache für die extremen Preisspitzen (Fly-Up) sind überraschende Kraftwerksausfälle (konventionelle sowie regenerative) bei gleichzeitig hoher Kapazitätsauslastung. Das Auftreten von Fly-Ups wird vom zentraleuropäischen Marktdesign begünstigt, das durch getrennte Spotmärkte und explizite Auktionen an den Kuppelstellen zum Ausland gekennzeichnet ist.

Als Fly-Up werden Börsenpreise bezeichnet, die über den Grenzkosten des teuersten deutschen Kraftwerks liegen. Diese schwanken von Zeit zu Zeit in Abhängigkeit von Primärenergieträger- preisen und EU-A Zertifikatspreisen.

Fly-Up Prognosemodell

Energy Brainpool hat das von der Universität Erlangen entwickelt Modell in seine Spotpreis- prognosen integriert.

Fly-Ups können mit Hilfe eines Probit-Modells prognostiziert werden können. Dabei spielen fundamentale Faktoren wie die Auslastung der inländischen Kraftwerkskapazitäten, die Wind- energieeinspeisung, der Wasserstand des Rheins, die Wassermenge der Schweizer Speicherseen, Kernkraftwerksausfälle, die Börsenpreise des Vortages von Frankreich, Österreich und der Schweiz sowie ungeplante Kraftwerksausfälle eine Rolle.